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Was hält Japan von Amerika?

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Was hält Japan von Amerika? Dieser Frage ging der Amerikanist Christian Perwein in seiner Masterarbeit nach. Alle Fotos: Uni Graz/Leljak.

Christian Perwein mit GEWI-Dekan Michael Walter (rechts) und seinem Betreuer Stefan Brandt.

Wie der Einfluss der USA auf den Inselstaat in den Werken von Ryū Murakami zum Thema wird, untersuchte Christian Perwein

Amerika und Japan – zwei Länder mit wechselhafter Beziehung. Erst kürzlich vereinbarten US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe bilaterale Verhandlungen. Ein Deal, den Abe einging, um Einfuhrzölle auf Autos und Bauteile aus Japan abzuwenden. Das Verhältnis zwischen den USA und dem Pazifikinselstaat scheint aufgrund der gemeinsamen Geschichte schon lange ambivalent. Das zeigt auch die Literatur, etwa die Romane des japanischen Autors und Regisseurs Ryū Murakami (* 1952). Wie er in den letzten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Amerikas Einfluss auf Japan und das daraus resultierende Bild der JapanerInnen von den USA literarisch dargestellt hat, das untersuchte der Amerikanist Christian Perwein in seiner Masterarbeit. Diese Woche erhielt er den Preis der Geisteswissenschaftlichen Fakultät für eine qualitätsgesicherte Veröffentlichung.

Zunächst scheint das fiktive Amerika als zerstörerische Macht in Murakamis Werken Japan vor große Herausforderungen zu stellen. Gewaltbereitschaft, Prostitution, Drogenhandel: Die negativen Einflüsse sind plakativ dargestellt. „Die Charaktere überwinden diese aber und wachsen durch diese Herausforderungen über sich selbst hinaus. Symbolhaft stehen sie für Japan als Ganzes, dem so die Hoffnung auf eine positive Entwicklung in Aussicht gestellt wird“, beschreibt Christian Perwein. Amerika bietet den JapanerInnen auf diese Weise die Chance, sich selbst zu reflektieren. Ihre Sicht auf die USA in den Romanen bleibt dennoch ambivalent, so der Amerikanist: „Amerika ist Quelle für Individualität, Unterhaltung, und Konsum, gleichzeitig aber auch für Gewalt und Exzess. Am Ende jedoch steht das Land aber vor allem für eine Herausforderung, die es zu überwinden gilt, um an sich selbst zu wachsen.“

Christian Perwein schrieb seine Masterarbeit „The Good, the Bad and Everything in Between. Transnational America in the Works of Ryu Murakami“ am Institut für Amerikanistik der Universität Graz. Auf ihr basiert der Artikel „Transnational Japanese-American Ambiguities in Select Works of Ryu Murakami“, der in Kürze in der Ausgabe Nummer 40 des Nanzan Review of American Studies erscheinen wird. Perwein erhielt deshalb am 6. November 2018 die Auszeichnung für eine qualitätsgesicherte Veröffentlichung der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, die von Dekan Michael Walter überreicht wurde. Seit der Einführung des Preises hat die Geisteswissenschaftliche Fakultät bereits 13 MasterabsolventInnen damit ausgezeichnet. Mit dem zweckgebundenen Preisgeld können die jungen ForscherInnen an wissenschaftlichen Veranstaltungen teilnehmen beziehungsweise ihre Reisekosten decken.

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